Wofür steht GoBD?

Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff) wurden im BMF-Schreiben vom 14.11.2014 veröffentlicht und ersetzen seit dem 01.01.2015 die GDPdU und GoBS.

Welche Daten sind durch die GoBD betroffen?

Nach den GoBD besteht die Pflicht zur Vorlage einer umfassenden Verfahrensdokumentation. Der Prüfer muss in der Lage sein, sich innerhalb angemessener Zeit einen vollständigen Systemüberblick zu verschaffen.

Laut GoBD bezieht sich das Recht auf Datenzugriff auf alle Daten, soweit sie für die Besteuerung von Bedeutung sind. Welche Daten steuerrelevant sind, wird im Einzelfall entschieden. Einen abschließenden Katalog steuerrelevanter Daten gibt es nicht. Soweit Kataloge mit relevanten Tabellen erstellt oder Datenexporte inhaltlich vorkonfiguriert werden, handelt es sich immer nur um unverbindliche Vorschläge.

Die Entscheidung über den Umfang der steuerrelevanten Daten liegt letztendlich im pflichtgemäßen Ermessen des Betriebsprüfers. Die GoBD verpflichten die Unternehmen, diese Daten für die Dauer der allgemeinen steuerlichen Aufbewahrungspflicht unveränderbar sowie maschinell les- und auswertbar für alle drei Zugriffsarten kumulativ – nicht etwa nur alternativ – vorzuhalten.

Die drei Zugriffsarten

Nach den GoBD hat der Prüfer drei Möglichkeiten der Zugriffsberechtigung auf die steuerrelevanten Daten.

1. Unmittelbarer Zugriff – In der Praxis ist dem Prüfer ein normaler „Buchhaltungsarbeitsplatz“ mit Zugriff auf sämtliche Systeme, in denen steuerrelevante Daten verwaltet werden, zur Verfügung zu stellen. 2. Mittelbarer Zugriff – Beim mittelbaren Datenzugriff müssen die steuerlich relevanten Daten entsprechend den Vorgaben des Prüfers vom Unternehmen oder einem beauftragten Dritten maschinell ausgewertet werden, um anschließend einen Nur-Lesezugriff durchführen zu können. Verlangt werden darf aber nur eine maschinelle Auswertung mit den im DV-System vorhandenen Auswertungsmöglichkeiten. 3. Datenträgerüberlassung – Bei der Datenträgerüberlassung sind der Finanzbehörde mit den gespeicherten Unterlagen und Aufzeichnungen alle zur Auswertung der Daten notwendigen Informationen (z. B. über die Dateistruktur, die Datenfelder sowie interne und externe Verknüpfungen) in maschinell auswertbarer Form zur Verfügung zu stellen. Dies gilt auch in den Fällen, in denen sich die Daten bei Dritten befinden.

fileWorker – GoBD

fileWorker bietet Ihnen einen GoBD-Kassenexport mit dem Sie die Daten nach dem audicon Datenkranz exportieren können. Mit nur wenigen Klicks können Sie die gewünschten Belege exportieren und auf ein gewünschtes Medium kopieren. Alle erfassten Daten werden unveränderbar in fileWorker abgespeichert und sind auf Abruf verfügbar.

Wichtiger Hinweis:

Diese Informationen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität; sie stellen keine rechtlich verbindliche Aussage dar oder ersetzen eine rechtliche Beratung.